Fabrizio Ventura - GMD seit der Spielzeit 2007/2008
Fabrizio Ventura ist seit der Spielzeit 2007/2008 Generalmusikdirektor der Städtischen Bühnen Münster. Mit diesem Amt ist er zugleich auch musikalischer Leiter des Konzertchors Münster.
Der Rat der Stadt sprach sich am 8. November 2006 mit großer Mehrheit für den 48jährigen Italiener aus, der sich unter 80 Bewerbern
durchgesetzt hatte. Er löst damit Rainer Mühlbach ab, der das Amt aus persönlichen Gründen nach drei Jahren nicht verlängert hat.
Ventura studierte zunächst Klavier am Konservatorium von Frosinone und von 1977 bis 1981 zusätzlich Komposition am Konservatorium „Santa Cecilia“ in seiner Heimatstadt Rom. An der Musikhochschule in Wien legte er 1985 sein Dirigierdiplom bei Prof. Karl Österreicher und sein Chorleitungsdiplom bei Prof. Günther Theuring ab.
1989 bis 1994 war er Musikalischer Oberleiter am Musiktheater Biel/Bienne in der Schweiz. Positionen als Kapellmeister führten ihn von 1994 bis 1998 ans Staatstheater Braunschweig und von 1998 bis 2002 ans Opernhaus Nürnberg. Hier zeichnete er u. a. für die Uraufführung von Wilfried Hillers „Wolkenstein“, eine Produktion mit der er auch bei einem Gastspiel in Bozen erfolgreich war, verantwortlich. Von 2002 bis 2004 war er Generalmusikdirektor am Südthüringischen Staatstheater Meiningen. 2005 wurde er als GMD an die Staatsoper Istanbul berufen. Fabrizio Ventura arbeitete mit renommierten Orchestern wie den Rundfunkorchestern von München, von Leipzig (MDR) und von Kaiserslautern (SWR), mit dem Staatsorchester Stuttgart, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Bayerischen Staatsorchester München, dem Philharmonischen Orchester Rostock, der Staatsphilharmonie Halle, dem Klangforum Wien, dem Wiener Kammerorchester, dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester, dem Sinfonieorchester Bologna, dem European Community Youth Orchestra und dem Residentieorkest Den Haag zusammen.
Außerdem betreute der italienische Dirigent Opernproduktionen u. a. an den Königlichen Opernhäusern von Stockholm und Kopenhagen, an der Volksoper Wien, an der Staatsoper Prag, am Teatro dell’ Opera di Roma, am Teatro Verdi in Triest und am Opernhaus Graz.
Im Sommer 2002 debütierte er mit großem Erfolg an der Australian Opera Sydney mit Giacomo Puccinis „La Bohème“. Besondere Aufmerksamkeit erregte er 2005 mit einer Neuproduktion von „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitrij Schostakowitsch am Staatstheater Wiesbaden. Hier war er auch im Frühjahr 2007 mit einer Neuproduktion von Eugène d’Alberts „Tiefland“ zu erleben.